Über das Spiel
Inszenierung
Bis die Lindauer Marionettenoper "Carmen" auf die Bühne brachte, galt das Werk als unaufführbar für ein Marionettentheater. Dennoch wurde die Herausforderung gemeistert. Mit 50 Marionetten, die von insgesamt 7 Puppenspielern zum Leben erweckt werden, ist "Carmen" eine der aufwendigsten Produktionen der Marionettenoper. Dass viele Besucher die Lindauer "Carmen" zur kurzweiligsten Umsetzung dieses Stoffes erklärten, die sie bis dahin erlebt hätten, bestätigt die Entscheidung für diese Oper um so mehr.
Bühnengeschichte
Tchaikovsky sollte Recht behalten. "Carmen" ist heute das meistgespielteste Werk der Musiktheatergeschichte. Vor diesem Hintergrund erscheint der frühe Tod des Komponisten Georges Bizet um so fataler. Bizet starb nur drei Monate nach der Pariser Uraufführung (3. März 1875). Möglicherweise beging er sogar Selbstmord, nachdem sein Werk beim Pariser Publikum durchgefallen war. Den Durchbruch erlebte "Carmen" am 23. Oktober 1875 in Wien. Das Publikum reagierte vom ersten Augenblick an enthusiastisch und die Begeisterung steigerte sich von Akt zu Akt. 1876 folgten Aufführungen in Brüssel, Marseille und Lyon; 1878 in St. Petersburg, London, Dublin und New York. In Berlin und München stand die Oper im Jahre 1880 zum ersten Mal auf dem Spielplan. Der triumphale Erfolg der Oper war nun nicht mehr aufzuhalten.
Daten
Georges Bizet
Oper in zwei Aufzügen
Libretto: Henri Milhac und Ludovic Halévy
Spieldauer: 140 Minuten inklusive Pause
Produktionsteam
Puppenbau: Bernhard Leismüller
Puppenköpfe: Sebastian Demmel
Kostümschneiderei: Bernhard Leismüller
Bühnenbild: Bettina Hummitzsch
Regie, Dramaturgie: Ralf Hechelmann