Cosi fan tutte

Wolfgang Amadeus Mozart

Oper in zwei Akten | KV 588
Libretto: Lorenzo da Ponte
Übersetzung: Kurt Honolka

 

PRODUKTIONSTEAM
Puppenbau: Bernhard Leismüller
Puppenköpfe: Sebastian Demmel
Kostümschneiderei: Bernhard Leismüller
Bühnenbild: Hans Wünsch
Regie, Dramaturgie: Ralf Hechelmann

 

INSZENIERUNG
Zwei Frauen. Zwei Männer. Alle glauben unerschütterlich an die große Liebe - und werden desillusioniert. Dennoch gewinnen alle. Nachdem die Seifenblase der romantischen Liebe zerplatzt ist, haben die Akteure die Chance, sich neu und ungeschminkt zu begegnen. "Cosi fan tutte" ist ein Abgesang auf die romantische Liebe. Ein Pamphlet gegen den Kitsch. Die Inszenierung der Marionettenoper schließt sich dieser Kampfansage an, indem sie ganz bewußt auf Stilbrüche verzichtet und sich in der Entwicklung ihrer Bilderwelten in erster Linie von den Wohlklängen inspirieren läßt, die Mozart mit dieser Oper geschaffen hat.

 

BÜHNENGESCHICHTE
Die Uraufführung fand am 26. Januar 1790 im Wiener Burgtheater statt. Bereits im folgenden Jahr folgten Aufführungen in Prag, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Mainz und Amsterdam. Der große Erfolg blieb "Cosi fan tutte" allerdings vorläufig noch versagt. Zwar wurde Mozarts Musik einhelliges Lob gezollt, doch das Libretto von Da Ponte wurde geradezu verissen. Es sollte noch mehr als hundert Jahre dauern, bis "Cosi fan tutte" sich allmählich durchsetzte. Ihren internationalen Durchbruch erlebte die Oper erst im 20. Jahrhundert. Am 24. März 1922 wurde "Cosi fan tutte" erstmals an der Metropolitan Opera in New York aufgeführt. Seither gehört das Werk zum Repertoire der meisten großen Opernhäuser.